Produkt-Tag - Koralle & Perlen

Koralle & Perlen

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Koralle

Für antiken Korallenschmuck kam seit der georgianischen Epoche in Europa vornehmlich die rote Mittelmeerkoralle zur Verwendung. Die Faszination, die dieses Naturprodukt ausstrahlt, ist erheblich. Neben der Perle befriedigt beinahe nur eine Schmuckkoralle die Wünsche und Bedürfnisse der Liebhaber organischen Schmucks. Das mehr oder weniger intensive Rot des natürlichen Materials bot den Künstlern Mitteleuropas im 19. Jahrhundert eine breite Palette von Ausdrucksmöglichkeiten.

Bis hinein ins Art déco war Korallenschmuck durch die allgemeine Verfügbarkeit des Materials noch neu zu erwerben. Dies änderte sich in den 1940er Jahren teilweise, als die Korallen im Mittelmeer fast ausstarben. Die Verbreitung und Beliebtheit der roten Koralle, in Gold oder vergoldetem Silber gefasst, war zu diesem Zeitpunkt bereits außerordentlich groß. Oft wurden diese Werke italienischer Schmuckfertigung als Souvenirs in alle Teile Europas und der Welt mitgenommen. Entweder trug die weitgereiste Dame ihren mediterranen Korallenschmuck selbst oder es war den Liebsten vergönnt. Herrliche Ohrringe, Broschen und Armbänder mit diesem Naturprodukt funktionieren als Blickfang und erzeugen dabei ein gewisses Fernweh. Weiß man doch, dass der Ursprung solcher Schönheiten im mediterranen Klima des, meist mit Erholung und Urlaubsfreuden verbundenen, europäischen Südens liegt. Die Koralle wird kunstvoll von Hand geschnitzt und poliert. Sehr filigrane Kameenschnitzereien mit dem Abbild von Göttern und Gelehrten zieren Ohrringe und Broschen. Als Cabochons begeistern sie ebenfalls an Ohrringen und auf Ketten gezogen. Heilkräfte, wie man sie per Überzeugung auch dem Bernstein zusprach, wurden von der Koralle ausgehend beispielsweise durch Anlegen bei Kindern gegen Zahnungsbeschwerden genutzt.

Perlen

Das Faszinosum Perle ist so alt wie die Menschheit. Perlen sind nicht nur ein Wunder der Natur – sie sind Auslöser von Gefühlen wie Faszination und Begierlichkeit. Perlen beflügeln seit Jahrhunderten die Fantasie der Menschheit. Künstler, Schmuckschöpfer und Modemacher leben sich seit jeher aus und integrieren Perlen in ihre Werke oder kreieren ihre Werke um die Perle herum. Einer Muschel, einem lebendigen Wesen, entspringt etwas derart Schönes und Kostbares. Das ist zwar biologisch zu erklären, aber rational schwer greifbar. Die klassische Perle mit ihrem strahlenden Weiß ist ein Sinnbild für die Reinheit und Jungfräulichkeit. Bereits vor über 7000 Jahren tauchten erwiesenermaßen im arabischen Raum Menschen nach Perlen. Schwer vorstellbar, das außer Gold noch ein anderes Schmuckmaterial eine so anziehende Wirkung auf Menschen ausübt wie die Perle. Die makellos runden und optisch perfekten Perlen sind mit größter Wahrscheinlichkeit Zuchtperlen. Bei der Zucht wird der natürliche Vorgang des Heranwachsens einer Perle im Inneren der Auster durch Implantieren eines Kerns angeregt. Zuchtperlen sind somit auch „echte“ Perlen und stehen qualitativ Naturperlen nicht nach! Deren natürlicher Produktionsvorgang wird eben nur kontrolliert und nicht dem Zufall überlassen. Ob eine Auster eine Naturperle in sich trägt und welcher Größe, Farbe und Form sie letztlich entspricht, ist in seiner Unvorhersehbarkeit eines der Mysterien, die dieses Produkt so faszinierend macht. Für antiken Perlenschmuck kamen meist Naturperlen zur Verwendung. Diese sind in Farbe und Form stets einzigartig. Nicht selten wurde eine Naturperle als solitärer Blickfang genutzt und der Ring, der Anhänger oder die Brosche regelrecht „drumherum“ geschmiedet. Langreihige Perlenketten entstanden jedoch zumeist mit Zuchtperlen, weil deren attraktive Gleichmäßigkeit die harmonischen Ansprüche am ehesten erfüllten. Sagenhaft schöne Perlenketten wurden von sagenhaft schönen und berühmten Persönlichkeiten getragen. Somit ist es immer ein großer Schauwert, der mit antikem Perlenschmuck einhergeht. Eine weitere Variation sind Saatperlen. Diese werden ebenfalls gezüchtet und sind die kleinsten natürlichen Perlen, welche in antikem Schmuck verwendet wurden. Im viktorianischen Zeitalter entstand handwerklich beeindruckender Brautschmuck aus hunderten nebeneinander aufgenähten Saatperlen. Entzückende Teile dieses sehr speziellen Schmucks führen wir voller Freude in unserem Sortiment. Wir helfen gern beim Anlegen!
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