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Hornschmuck

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Antiker Hornschmuckist faszinierend filigran und sensibel, aber zugleich auch beeindruckend kraftvoll und ausdrucksstark. Es sind legendäre, alternative Kunstwerke aus der großen französischen Schmuckgeschichte. Die wohl klarsten Vertreter von antikem Schmuck aus dem Jugendstil haben wir in einer europaweit einmalig großen Sammlung in unserem Geschäft zum Kauf anzubieten. Meisterhafte Arbeiten, welche nichts Geringeres als die Wunder der Natur zum Vorbild haben. Tauchen Sie ein in die Welt des französischen Hornschmucks, aus den Händen der bekanntesten Schöpfer. Begegnen Sie einer der handwerklich aufwendigsten und tiefgründigsten Arten der alten Schmuckkünste. Hornschmuck kaufen Sie bei Antique Jewellery Berlin mit absoluter Sicherheit und stets mit Zertifikat, auch online!

Antiken Schmuck aus Horn online kaufen

Es ist ein besonderes Glück, echten Hornschmuck der alten Meister zu tragen. Allein ihn zu besitzen und ihn immer wieder aufs Neue zu entdecken, ist schon pure Leidenschaft und Hingabe zur Natur, wie uns langjährige Kunden und Sammler von Hornschmuck berichten. Wir können mit Recht behaupten, die umfangreichste Auswahl französischen Hornschmucks auf europäischem Boden (Inseln eingeschlossen) interessierten Käufern anzubieten. Vor allem unsere Kollektion von Horn-Halsketten beziehungsweise Horn-Sautoirs ist unübertroffen! Da sich der Produktion von Hornschmuck nur wenige passionierte Künstler aus Frankreich, zwischen den Jahren 1896 und 1936, verschrieben hatten, sind die heute noch auf dem Markt erhältlichen Stücke von geringer Zahl. Wie viele, bzw. wie wenige, Schmuckstücke dieser Art heute noch in einwandfreiem Originalzustand frei verkäuflich sind, ist gut nachvollziehbar. Die Gelegenheiten zum Erwerb werden zukünftig mit Sicherheit drastisch schwinden! Als Kunsthistoriker und Händler für Antikschmuck fühlen wir uns der Natur, den Handwerkskünsten und der Schönheit einer Sache bedingungslos verpflichtet. Wenn Sie etwas Einzigartiges suchen, Schmuck mit einer unsterblichen Ausstrahlung, dann sollten auch Sie sich mit dem Thema Hornschmuck unbedingt auseinandersetzen.

Das Horncollier als stellvertretendes Schmuck-Gesamtkunstwerk besteht zumeist aus einem Anhänger mit einer langen Kette aus Seidenband oder -kordel. Die Komposition besteht fast ausschließlich aus organischem Material. Metall wurde entweder nur vollkommen unauffällig oder für die Stabilität im Inneren verwendet. Es ist wohl der absolute Gegensatz zu einem Diamantcollier – und dennoch nicht weniger exklusiv und attraktiv. Vor allem ist Hornschmuck individuell. Denn wie bei einer Muschel, wie bei einem Lagenstein oder wie bei einem Opal liegt das Material stets in seinem charakterlich unverwechselbaren, natürlich gewachsenen Zustand vor. Weitere Materialien, die verwendet wurden, sind Türkise, Achate (vor allem Karneol) und Glas. Sie sind entweder dekorativer und ergänzender Bestandteil der Anhänger oder akkurat gesetzte Designelemente an den Ketten / Bändern.

Was beinhaltet unser Sortiment von antikem Schmuck aus Horn? Wir bieten Schmuck aus verschiedenen Kategorien an. Es handelt sich ausschließlich um echte Einzelstücke der bekanntesten französischen Hornschmuck-Werkstätten in den Art nouveau und Art déco Schaffensphasen. Die Farbnuancen variieren in unserem Repertoire von schwarz-braun über bernsteinfarben und verschiedenen Holz-Tönen bis hin zu woll-weiß. Hier einige Inspirationen:

  • Halsketten / Colliers / Sautoirs, bestehend aus einem handgeschnitzten Anhänger und einer meist sehr langen Kette aus Seidenripsband oder gekordeltem Textilband, 
  • Tiermotive in Anhängern und vor allem in Broschen, manche Tiere wurden ursprünglich in ihrer natürlichen Größe dargestellt, z.B. Libellen, Zikaden, Schmetterlinge und viele andere, 
  • Haarkämme aus Horn, handgeschnitzt und handbemalt, auch hier teilweise mit Tiermotiv als ansprechendes Dekoelement, 
  • Armbänder / Armreifen aus meist dunklem Horn, hier von der Größe her teilweise am Oberarm als extravagantes Modeaccessoire tragbar.

Beeindruckende Detailtreue: Handgeschnitzter Schmuck aus Horn 

Hornschmuck und der Art nouveau – ein untrennbar verbundenes Kapitel der antiken Schmuckgeschichte. Obwohl die Herstellung von Hornschmuck noch bis ins Jahr 1936 fortging, ist es nicht der Art déco, sondern der ursprüngliche französische Jugendstil, der im Hornschmuck lebt. Und man hat tatsächlich das verblüffende Gefühl, dass im Hornschmuck Leben steckt. Die Fülle der Details, und vor allem ihre Qualität, ist schlichtweg atemberaubend! Nie zuvor widmete man sich der Natur so ehrfürchtig und exakt. Nie zuvor bildete man die Anatomie von Insekten und formte man die Konturen von Pflanzen und Blüten so lehrbuchhaft korrekt von Menschenhand nach. Nie zuvor war man, neben der Besessenheit auf Details, zusätzlich in der Lage, leichtfüßig und unbeschwert mythologische Themen und Bedeutsamkeiten verständlich zu offenbaren. Die handwerkliche sowie ideologische Kreativität der großen Hornschmuck-Schöpfer wird von keiner anderen Art der Schmuckherstellung übertroffen. Sicherlich, das Ganze zu erkennen und der Faszination zu erliegen setzt den Willen und die Aufmerksamkeit dafür voraus. Hornschmuck ist für selbstbewusste Menschen mit innerer Größe gemacht. Für Menschen, die das Gemälde der Mona Lisa nicht „zu klein“ finden. Für diejenigen, denen die Natur am Herzen liegt - also demnach die Natur der Menschen an sich. Dort, wo unsere ältesten Vorfahren herkommen, war das, was Hornschmuck zeigt, schon lange da.

Die Künstler, die Horn in Schmuck verwandelten

Wer waren die Künstler, die Visionäre, denen Generationen von Schmuckliebhabern solch fantastische Kreationen, wie beispielsweise Halsketten aus Horn, verdanken konnten? Es dreht sich vor allem um drei große Namen: Georges Pierre, Elizabeth Bonté und René Lalique.

Lalique lebte von 1860 bis 1945. Er war ein Visionär, ein ungemein gebildeter Mann mit großartigem Sinn für neue Künste und klarem Verstand für geschäftliche Belange. Sein eigenes Schmuckhandwerk war vorwiegend den „anderen“ Materialien gewidmet. Nicht gänzlich, aber oft fernab der üblichen Geschmeide aus Gold und Edelsteinen fand er seine Passion zunächst in Schnitzwerken und später, während des Art déco, in der kunstvollen Glasgestaltung. Er war es, der in einfachem Büffelhorn oder Ziegenhorn das Potential erkannte, geschnitzt überwältigenden Schmuck abzugeben. Seine ersten Werke waren unter Einbindung von Edelmetallen, und Edelsteinen sowie Perlen, noch nicht der Kraft des Horns allein ausgesetzt. Er stellte im Jahre 1896 im „Pariser Salon“ ein Armband aus, welches großen Beifall und erstklassige Kritiken gewann.

Zuvor waren es lediglich Haarkämme, Knöpfe, Sonnenschirmgriffe und Lorgnettes, welche das Material repräsentierten. Die aufmerksame Welt schaute jetzt noch mehr auf Frankreich, insbesondere auf die modernste aller Städte, die Stadt der Liebe und der Künste. Paris, welches seinerzeit zu den einflussreichsten Metropolen der Welt zählte, bestimmte in Sachen Mode und Stil, was angesagt war. Die Welt nahm Laliques Entwurf zur Kenntnis und war sofort begierig nach mehr. René Lalique und seine Mitstreiter, wie z.B. Lucien Gaillard, Piel Frères und Louis Aucoc, kreierten fortan innovativen Schmuck aus geschnitztem Horn. Es wurde, je nach Vorliebe des Designers, mit Gold, Silber, Kupfer sowie Edelsteinen und Perlen kombiniert. Werke von Lalique sind heute leider nicht mehr erhältlich. Seine tiefe Verbeugung vor dem Horn als Material für Schmuck war indes wegbereitend für Künstler, welche in der Folgezeit dem Material die ganz große Bühne bauten. Gänzlich ohne „reguläre“ Schmuckmetalle und edle Steine. Auch Lalique, der Visionär, wandte sich dem Glas zu. Einem Material, aus dem man freilich keine Halsketten fertigen konnte, wohl aber exorbitant schöne Kunstwerke und Accessoires.

Dem Horn ungeteilte Aufmerksamkeit und Liebe schenkten nach der Jahrhundertwende in Frankreich vor allem Elizabeth Bonté und Georges Pierre. Elizabeth Bonté, deren Lebensdaten nicht dokumentiert sind, war eine studierte, und der Welt zugewandte, Künstlerin und Designerin. Geboren und aufgewachsen ist sie in der Region Burgund. Sie studierte an der „School of Decorative Arts“ in Paris, mit Schwerpunkt der angewandten Künste Japans. Ferner befasste sie sich mit der Bildhauerei von Horn, mit Lederschablonen und Holzkistenschnitzereien. Als junge Frau bereits eröffnete sie Anfang des 20. Jahrhunderts ihre erste eigene Werkstatt in Oyonnax, einer Stadt im französischen Jura-Gebirge. Dort war man mit dem Material Horn bereits seit Jahrzehnten für die Kammherstellung beschäftigt, was sowohl für eine gute Versorgung mit dem Rohmaterial als auch für eine große Anzahl von begabt routinierten Handwerkern sorgte. Sie revolutionierte die Bearbeitungstechniken von Horn grundlegend. All ihre Erkenntnisse und Fertigkeiten gab sie zukunftsorientiert innerhalb ihrer eigenen Familie weiter, sodass die Prozesse bis heute bekannt sind. Es gibt zwar keine neue Produktion von Hornschmuck mehr, aber ähnlich wie bei der Florentiner Pietra-Dura-Technik als auch bei den Glas Mikromosaiken des Vatikans, gibt es somit wohl noch Menschen, die der Technik mächtig sind. 

Bonté verwendete Stierhörner, Büffelhörner und Hörner von Bergziegen aus dem Jura. Sie wurden zunächst in Querschnitte geschnitten und daraufhin mit Dampf erhitzt und manuell zu Tafeln ausgerollt. Auf diesen Tafeln konnte man den Entwurf des geplanten Schmuckstücks aufzeichnen. Die Platten waren da noch dunkel und fern vom durchscheinenden Charakter, so wie ihn das fertige Kunstwerk transportiert. Der gezeichnete Entwurf wurde sodann mit einer Säge von Hand ausgeschnitten. Um die gewünschte durchscheinende Qualität in unterschiedlichen Helligkeiten und Farben zu erhalten, weichte sie das Rohmaterial für etwa einen Tag in Wasserstoffperoxid ein. Genauere Farbergebnisse erzielte sie mit unterschiedlichen Chemikalien und diversen Farbstoffen. Nach dem polieren konnten mit Tinte gewünschte feine Details der Tiermotive oder Pflanzen erzielt werden. Da Bonté mit den Künsten Japans sehr vertraut war, adaptierte sie diese erstmalig in europäische Schmuckstücke. Sie darf somit als die wichtigste Wegbereiterin des „Japonismus“ in Europa gelten. Art nouveau und Japonesque fanden im Hornschmuck von Elisabeth Bonté und Georges Pierre zusammen und ergaben eine neue Kunstform. Horn hatte für die Künstler die positive Eigenschaft, Dreidimensionalität darstellen zu können. So wurden Pflanzen und Blütenblätter, sowie Insekten und Tiere modelliert. Was viel später als „transformierte Natur“ galt, war am Anfang des 20. Jahrhunderts eine Revolution. Nicht nur die ungemein plastische Darstellung der Natur in Form von Tieren, Pflanzen und sogar ganzen Szenen begeisterte, sondern auch die Tiefgründigkeit dahinter. Man kann sich verlieren in den perfekt gearbeiteten Motiven. Der Betrachter nimmt das geschaffene wie einen lebendigen Moment in sich auf.

Einige der typischen Motive Bontés, mit der ihnen zugrunde liegenden Bedeutung, können Sie bei uns entdecken und für Ihre Sammlung von Hornschmuck kaufen:

  • Die japanische Chrysantheme, die Nationalblume Japans, steht für die Vollkommenheit, die Beständigkeit und Langlebigkeit, manchmal auch die Unsterblichkeit,
  • Die Libelle, sinnbildlich für den Mut und dem daraus resultierenden Sieg,
  • Der Schmetterling, Symbol für die Seele und deren Auferstehung, Leichtigkeit und seelische Schwere in perfekter Balance,
  • Die Zikade, in Japan Sinnbild für die menschliche Seele und Symbol für die Unsterblichkeit, die Wiedergeburt und ein langes Leben.

Georges Pierre lebte von 1873 bis 1943. Er war der größte Mitbewerber Bontés – entwickelte sich jedoch mit der Zeit vom ungeliebten Konkurrenten zum geschätzten Geschäftspartner und Verbündeten. Bekanntermaßen teilten sich die beiden Perfektionisten irgendwann in Oyonnax eine große Werkstatt und betrieben diese gemeinsam bis 1936. Als um 1910 die absolute Hochzeit des Hornschmucks herrschte, war Bonté indes die einzige „große Marke“ auf dem Gebiet. Offiziell wurde Pierre erst im Jahre 1926 erstmalig als Hornist genannt. Aber seine mit „GIP“ signierten Werke stammen definitiv aus der Zeit ab 1910, in denen er und Bonté als Masterminds des Hornschmucks eine Vielzahl von innovativen Kreationen zum Leben erweckten. Die ihm zustehende Ehre und Anerkennung genoss er zu gleichen Teilen wie Elizabeth Bonté. Georges Pierre hatte darüber hinaus eine Schmuckproduktion in Bonneuil und ein Geschäft in Paris, in dem er kunstvollen Schmuck verkaufte, sogenannte Bijoux d'art. Dies war sowohl Hornschmuck, als auch Glasschmuck sowie „regulärer“ Schmuck aus Edelmetallen und Edelsteinen.

Auch viele der typischen Motive Pierres, mit der ihnen mythologisch zugrunde liegenden Bedeutung, können Sie bei uns entdecken und für Ihre Sammlung kaufen:

  • Die Mohnblume (der Klatschmohn), oft eher negativ behaftete Mythologie, Vergänglichkeit und Selbstverlorenheit, dafür hat sie ein ausgesprochen attraktives Äußeres,
  • Der Kirschblüte, das japanische Symbol für die weibliche Schönheit – Pierre und Bonté teilten die Leidenschaft für dieses Motiv,
  • Osterglocke, Blütenzweig und andere kleinere Pflanzenmotive als Brosche – Georges Pierre schuf mehr Hornbroschen als andere Künstler.

Colliers und Halsketten aus Horn für einen individuellen Look 

Die langen Halsketten, die man auch Sautoirs nennt, waren und sind letztlich die wichtigsten Schmuckstücke, wenn es um Hornschmuck im Allgemeinengeht – und noch mehr, wenn man Halsketten aus Horn im Speziellen bewertet. Sie veredeln einen Look auf unvergleichliche Weise. Ihr Spiel mit Motiven und Farben, mit perfekt gesetzten Akzenten, begeistert sowohl beim Tragen als auch schon beim Betrachten.

Es gibt wohl kein andere Sorte Kette, über die man so interessante Gespräche führen kann. Die Szenen aus der Natur, über die schon die Modekritiker in den Pariser Zeitschriften vor über 100 Jahren schwärmten, wirken noch heute so zeitgemäß und frisch. Entdecken Sie hier im Onlineshop oder in unserem Geschäft in Berlin Mitte ebendiese zeitlose Frische und moderne Ausstrahlung von Hornschmuck. Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl Ihres neuen Lieblingsstücks!

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