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Granat & Almandin

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Die wenig romantische Beschreibung des Edelsteins Granat ist die Klassifizierung in Minerale der „Silikate und Germanate“. Im Folgenden soll aber nur über die faszinierende Wirkung und Bedeutung der Granate in der antiken Schmuckherstellung berichtet werden. Schon im antiken Griechenland und im Römischen Reich wurde Granat als Schmuck getragen. Im Mittelalter setzte sich die Beliebtheit und Verbreitung des Granats unter dem Begriff „Karfunkelstein“ weiter fort. Die für uns Antikschmuckhändler bedeutendste Ära des Granatschmucks liegt im mitteleuropäischen Phänomen Historismus. In dieser Übergangszeit vom Biedermeier zum Jugendstil wurden in Böhmen riesige Mengen Granate abgebaut. Der traditionell mit vielen kleinen Steinen besetzte Schmuck war weit über die europäischen Grenzen geschätzt und verhalf diesem „Trachtenschmuck“ zu internationalem Ansehen. Der „Edelstein des kleinen Mannes“, wie der Granat sinnigerweise im Historismus genannt wurde, bestimmte in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum die Art sich zu Kleiden und zu Schmücken. Antiker Schmuck mit dem Siegel „Böhmische Granate“ erfreut sich noch heute großer Beliebtheit. Die meisterhaften Kompositionen in Silber- oder Tombakfassungen (teilweise vergoldet) gelten als kunsthistorisch wertvoll. Man nennt den Stein auch liebevoll „Böhmens Feuerauge“. Sein leidenschaftliches Rot nimmt vom ersten Betrachten an gefangen. Das Feuer, das ihm innewohnt, war als apotropäische Kraft von Forschern und Reisenden schon im alten Ägypten geschätzt.
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